Jüdische und islamische Mystik

Auf dem Sufi-Pfad in jüdischem Gewand

Der Nahost-Konflikt hat bei Juden und Muslimen einen tiefen Graben von Feindseligkeit aufgetan. Dabei wird vergessen, dass sich beide Religionen über Jahrhunderte in ihrer Philosophie und Spiritualität gegenseitig befruchtet haben. Über den Einfluss des islamischen Sufitums auf die jüdische Mystik berichtet Nimet Seker.

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Jürgen W. Frembgen: Am Schrein des roten Sufi

BuchtitelIm Kernland der islamischen Mystik, der Provinz Sindh in Pakistan, wird alljährlich ein dionysisches Fest gefeiert: ein einwöchiger Exzess rauschhafter Spiritualität zu Ehren des roten Sufi, des mythenumrankten Wunderheiligen Lal Schahbas Qalandar (gest. 1274).
Der Islamwissenschaftler und Ethnologe Jürgen Wasim Frembgen macht sich von Lahore aus auf den Weg, das fremdartige Spektakel an den vor Menschenmassen brodelnden heiligen Stätten in Sehwan Scharif mitzuerleben. Sein Erzählbericht zeigt ein hierzulande wenig beachtetes, freudvolles Gesicht des Islam, geprägt von Toleranz, Gemeinschaftsgefühl, Rausch und Hingabe.

Spannend und farbig schildert der Forscher seine Begegnungen mit skurrilen heiligen Männern, Trancetänzerinnen und Hidschra-Transvestiten, er berichtet von seinem strapaziösen Aufenthalt im Zelt der Wanderderwische, von Orten der Huldigung und Orten abseits der Pilgerströme und schließlich vom eigenen Hineingezogenwerden in den musikalischen, archaischen, spirituellen Sog der gemeinschaftlichen Ekstase. Es entsteht ein Sittengemälde islamischen Volksglaubens von bleibender Eindrücklichkeit.

Eine Reise in die Welt der Qalandariyya

Elif Shafaks neuer Roman: „Aşk“ (Liebe)

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Darin soll es weniger um die menschliche, mehr um die göttliche Liebe gehen. Elif Shafak widmet sich somit erstmals in einem ihrer Romane dem Sufismus, mit dem sie sich auch früher bereits beschäftigt hat. Der Roman wurde, wie ihre letzten Roman auch, auf Englisch geschrieben und ins Türkische übersetzt. In der Türkei soll das Buch in kurzer Zeit bereits hohe Verkaufszahlen erreicht haben.

Ich habe das Buch noch nicht gelesen, bin aber sehr gespannt. Es klingt jedenfalls sehr vielversprechend…

Hier ein Interview mit Elif Shafak über „Aşk“ („Aşk, bu dünyayı aşan bir duygudur„)

Abdolkarim Soroush über Rumi

Coypright www.drsoroush.comDer iranische Philosoph Abdolkarim Soroush denkt darüber nach, welche Rolle Religion für den persischen Dichter Rumi (1207-1273), spielte. “Der springende Punkt für Rumi – und er hat das selbst immer wieder beschrieben – war, dass diese Welt eine Welt der Form ist. Nicht einfach eine materielle Welt, sondern auch die Welt unserer Kenntnisse und unserer Begriffe ist eine Welt der Form, während Gott formlos ist. Und unsere Welt der Form entspringt dieser Formlosigkeit.”