„Leyla“ auf Türkisch

„Bu eski zamana ait bir hikâyedir. Ama eski bir hikâye değil. – Dies ist eine Geschichte aus der alten Zeit. Es ist aber keine alte Geschichte.“

Mit diesen Worten beginnt der Roman „Leyla“ von Feridun Zaimoglu. Dem Schriftsteller, der in der Türkei geboren und in Deutschland aufgewachsen ist. In „Leyla“ erzählt er die Geschichte seiner Mutter in deutscher Sprache. Nun ist der Roman auch auf Türkisch erschienen.

„Heute fällt es schwer, die Aufbruchstimmung des großen goldenen Anfangs zu begreifen“, sagt Zaimoglu, „aber wenn denn den Trümmerfrauen nach dem Krieg zu Recht großer Respekt gezollt wird, ist es auch an der Zeit, diesen großartigen Türkinnen der ersten Stunde den Platz zuzuweisen, den sie verdienen.“

Zaimoglu schildert in „Leyla“ die besondere Leistung dieser Frauen, die bisher sprachlos geblieben waren. In mühsamer Kleinarbeit zeichnete Zaimoglu die Geschichte seiner Mutter auf Tonkassetten auf, und hörte auch anderen Frauen der ersten Generation aufmerksam zu, um auch deren Geschichten in seinem Roman zu verarbeiten.