Aufsatz „Du sollst dir kein Bildnis machen…“

14/02/2013 § Hinterlasse einen Kommentar

CoverJudentum, Christentum und Islam kennen ein sogenanntes Bilderverbot. Dennoch sind die von ihnen geprägten Kulturräume keineswegs bilderlos. Vielmehr haben sie je eigene künstlerisch-ästhetische Traditionen ausgeprägt, etwa in den Bereichen Kalligrafie, Architektur, bildende Künste. Welche Rolle spielen Bilder im Religionsunterricht von Judentum, Christentum und Islam? Wie können Juden, Christen und Muslime angesichts von Medialisierung und „iconic turn“ so mit Bildern umgehen, dass ihr Religionsunterricht weder realitätsfern noch traditionsvergessen ist?

Zur Beantwortung dieser Fragen werden grundlegende theologische sowie kunstgeschichtliche Einsichten aus den drei Religionen, zudem bilddidaktische Zugänge aus Kunstdidaktik und einschlägigen Religionsdidaktiken vorgestellt.

Mit einem Aufsatz von mir mit dem Titel „Bilderverbot und bildende Kunst im Urteil des Qur’an und der klassischen muslimischen Gelehrsamkeit. Eine Spurensuche“.

Das Buch ist hier zu erwerben.

 

 

„Bildkulturen“ an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften

21/12/2010 § Ein Kommentar

Vortrag zum Thema „Das islamische Bilderverbot und der Boom der Porträtfotografie im Osmanischen Reich“ im Rahmen des Workshops „Christliche Bilder in islamischen Kulturen“ an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Mehr…

Die Fotografie im Osmanischen Reich

28/01/2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Angesichts der steigenden Zahl von Bildern in Kunst und populärer Kultur in der islamischen Welt ist die Frage nach dem Bild im Islam neu zu stellen. Diese Arbeit behandelt den Beginn der Verbreitung von bildlichen Darstellungen am Beispiel der Fotografie im Osmanischen Reich. Dazu werden koranische und prophetische Aussagen zum Bilderverbot sowie Gelehrtenpositionen aus dem Mittelalter und dem 20. Jahrhundert diskutiert. Die rasche Verbreitung der Fotografie in den osmanischen Gebieten deutet darauf hin, dass das Bild mit den religiösen Geboten nicht zwangsläufig in Widerspruch stand. Vielmehr ist eine zunehmende Präsenz des Bildes im öffentlichen und privaten Raum im Zuge der gesellschaftlichen und politischen Verwestlichung des 19. Jahrhunderts festzustellen. Dieser Prozess und die Förderung durch die Sultane bereiteten den Erfolg von Fotografen wie Vassilaki Kargopolo, Pascal Sebah, den Abdullah Frères und anderen in Konstantinopel vor. So entstand neben der immensen fotografischen Kollektion von Sultan Abdülhamit II. eine fotografische Porträtkultur, in der die gesellschaftliche Transformation der neuen Bürgerschicht sichtbar ist. Gleichzeitig galten fotografische Porträts in dieser Bourgeoisie als Statusobjekte und waren Kennzeichen einer modernen, westlich orientierten Lebensweise.

Nimet Şeker
Die Fotografie im Osmanischen Reich
Würzburg, Ergon-Verlag, 1. Auflage 2009
100 Seiten mit 14 Abbildungen
Format: 170 x 240 mm. Broschur
€ 18,00 // ISBN 978-3-89913-739-2

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